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Chaos ist, laut den meisten griechischen Kosmologien, der Urzustand der gesamten Welt; ein leerer unergründlicher Raum am Anfang der Zeit. Es hat kein festes Geschlecht, wird jedoch zumeist als Frau personifiziert. Es handelt sich um ein Schattenreich aus Masse und Energie, aus dem vieles Mächtige und Dunkle in der Welt später in der Genealogie hervorgehen soll. Es wird meistens als Nebel dargestellt.

Chaos als Wohnort

Bei Hesiod stellt das Chaos etwas viel Greifbareres dar. Während der Titanomachie wirft Zeus seine Blitze auf die Titanen und laut Hesiod wird das Chaos "von einer erstaunlichen Hitze erfasst". Zudem deutet der Dichter an, dass das Chaos eine Art Behausung ist, jenseits derer die Titanen leben. Wenn dem so ist, müsste das Chaos der düstere Mittelweg sein, der zwischen der Erde und dem Tartarus liegt, da die Titanen dorthin verbannt werden. Wenn dem so ist, stellen sie (also Chaos, Gaia (=Erde) und Tartaros) die anfängliche Art und Weise dar, in die der Raum geteilt wurde (abgeschlossen, als Gaia den Uranos (=Himmel) gebar), wobei Eros die treibende Kraft der Schöpfung ist.

Chaos als erster Stammvater

Die meisten anderen Autoren behaupten, dass am Anfang das Chaos alles war, was es gab, das Mysterium der inkarnierten Schöpfung, und dass aus dem Chaos die ersten drei Urgötter hervorgingen: Gaia (Erde), Tartaros (Unterwelt) und Eros (Liebe). Später brächte Chaos aus sch selbst zwei weitere Kinder zur Welt bringen: Erebos (Finsternis) und Nyx (Nacht). Entweder direkt aus Chaos, oder duch anderweitige sexuelle Vereinigungen entstehen weitere, diesmal leuchtende, Nachkommen: Aither (die göttliche Luft) und Hemera (der Tag).

Sämtliche spätere Titanen und Götter enstanden aus der Inzucht, dieser ursprünglichsten aller Götter.

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